Santosha-Inspiration #1

WARUM VEGAN TEIL 1

"DAS TIERLEID BEENDEN"


Immer wieder werde ich gefragt, wieso ich denn vegan lebe. "Das macht doch eigentlich gar keinen Sinn", "die Kuh gibt ja sowieso Milch" oder auch "fehlen dir da nicht ganz viele Nährstoffe?" sind häufige Sätze, die ich zu hören bekomme.

Heute und in den nächsten zwei Beiträgen möchte ich dir drei meiner Gründe erläutern, wieso ich vegan lebe:

1.Tierleid beenden

2.Gesundheit

3.Klima


Mir ist an dieser Stelle ganz besonders wichtig, dass es hier um Aufklärung geht und nicht um Überzeugungsarbeit oder dergleichen. Ich möchte hier lediglich die Frage beantworten, wieso man vegan lebt und nicht als "Messias" jeden bekehren. Also, wenn es dich interessiert, lies gerne weiter und sammele ein paar Eindrücke. Jeder ist dazu eingeladen, sich Gedanken darüber zu machen und seine eigenen Schlussfolgerungen daraus zu ziehen. Sollten diese "mir egal, ich mache trotzdem weiter wie bisher" sein, ist das auch ok.


Doch bevor wir zum ersten Grund kommen, eine kurze Erklärung, was dieses "vegan leben" überhaupt ist:

Vegane Ernährung bedeutet, auf alle Lebensmittel zu verzichten, die tierischen Ursprungs sind. Das umfasst kein Fleisch, kein Fisch, keine Milchprodukte, keine Eier und keine Lebensmittel, die tierische Bestandteile beinhalten wie z.B. Gummibärchen, manche Säfte oder Wein bzw. Essig, denn viele davon beinhalten Gelatine oder werden mit Gelatine geklärt. Auch Honig wird von den meisten Veganern abgelehnt. Aber nicht nur auf die Lebensmittel ist zu achten, denn zur veganen Lebensweise gehören auch keine Produkte aus Leder oder Wolle. Der Sinn, der dahinter steckt ist, dass ein Veganer nicht möchte, dass ein Tier wegen ihm ausgebeutet wird. Natürlich wird ein Schaf erstmal für seine Wolle nicht getötet. Allerdings geht es hierbei um die Haltung und den Umgang mit den Tieren. Die Lebensbedingungen der meisten Nutztiere sind verantwortungslos und grausam.

Auch Kosmetikprodukte sind eher selten vegan. Leider werden immer noch viele Tierversuche gemacht. Aber dazu gibt es einen gesonderten Artikel in den nächsten Wochen.

Kommen wir zum ersten Grund, dem Tierleid.

Wie bereits schon erwähnt, geht es nicht nur um die Tötung von Tieren, sondern auch die Haltungsbedingungen etc.


Die Massentierhaltung der Schweine...

98% des Schweinefleisches in den Supermärkten kommt aus Massentierhaltung. Wie die Schweine dort leben, brauche ich nicht zu erläutern. Normalerweise sind Schweine Lebewesen, die sehr viel Platz benötigen. Nicht nur weil Schweine eigentlich zwischen ihrem Kot- und Schlafplatz ca. 6 Meter Platz brauchen, sondern auch weil sie auf Grund ihrer herrischen Rangordnung sehr rabiat sind.

Ferkel werden nach 3 Wochen schon von ihrer Mutter entfernt. Dass männliche Ferkel ohne Betäubung kastriert werden, hat wahrscheinlich durch die aktuelle Debatte darüber auch fast jeder mitbekommen. Dass Schweine sensible Lebewesen sind, wird einfach ignoriert, auch auf politischer Ebene.


Hühner...

Hühner werden in extremer Enge gehalten. Bodenhaltung bedeutet: ein riesiger Raum, künstliche Tag- und Nachtzeiten, damit die Hühner ihren Biorhythmus ändern und alles schneller geht, denn lange dauert ihr leidvolles Leben nicht. In der Enge verletzen sie sich, tote oder halbtote Hühner liegen rum, andere Hühner laufen darüber. Damit die Verletzungen geringer sind, bekommen die Hühner die Schnäbel gekürzt.

Freilandhaltung hört sich toll an. Durch einen meist winzigen Ausgang, an dem es natürlich auch häufig zu Verletzungen durch Gedrängel kommt, können die Hühner raus. Aber die Enge des Stalles setzt sich in den meisten Fällen auch in dem Außengehege fort.

Mit den männlichen Küken wird genauso bestialisch umgegangen wie mit den Ferkeln. Nur dass diese geschreddert, vergast oder anderweitig entsorgt werden.

Da kommt einem wirklich die Frage in den Kopf, wieso heut zu Tage über so etwas überhaupt noch diskutiert werden muss...


Machen wir weiter mit den Kühen und Rindern...

Nur sehr selten sieht eine Milchkuh Tageslicht oder eine Weide. Sie stehen in engen Ställen und vegetieren dort vor sich hin. Das Futter der Kühe besteht oft aus Mais, Weizen und Soja, ist zuckerhaltig und macht in kurzer Zeit fett.

Milchkühe müssen zuerst Kalben, bevor sie überhaupt Milch geben. Das Kalb wird nach ein paar Stunden schon von der Mutter getrennt (auch in Bio-Höfen). Dies ist für die Kühe und Kälbchen eine ungeheure Qual, denn sie leider beide unter Trennungsschmerzen, was durch sehr laute Geräusche zu hören ist.

Kühe werden daraufhin jährlich künstliche besamt, damit sie durchgehend Milch geben. Meistens bekommen sie Antibiotika, damit Entzündungen und die Krankheiten im Zaum gehalten werden.

Die Kälber werden meist in einen Kälberzuchtbetrieb verkauft. Dort stehen sie einsam in einer so engen Box, dass sie sich nicht drehen können. Damit das Kalbfleisch auch schön weiß und zart bleibt, bekommt das Kalb ausschließlich Nahrung ohne Eisen. Es leidet somit unter starker Blutarmut, was zu Lethargie und Kraftlosigkeit führt. Die Eisenstäbe seines Gefängnisses sind ummantelt, damit es auch von da kein Eisen beziehen kann. Sogar seinen Urin würde es trinken, aber auf Grund der erwähnten engen Boxen geht das ja nicht.



So viel zu den Haltungsbedingungen...

über Tiertransporte und die Zustände in den Schlachthöfen möchte ich hier nicht viel sagen.

Es gibt genügend Berichte darüber, die man bei Google findet.


Seiten, die über all die Themen sehr gut aufklären, sind:

https://www.ariwa.org/


https://albert-schweitzer-stiftung.de/


https://www.vegane.org/



Mit ganz viel Herz für dich

deine Vernice



*Die Informationen stammen von den genannten Seiten und aus den Büchern von Rüdiger Dahlke.

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